Donnerstag, 7. Juli 2016

Getarnt als Bewerber – entlarvt als Schädling und Datendieb



In der vergangenen Woche hat uns ein aktueller Schadenfall in einem Hotel im Ruhrgebiet erneut gezeigt, welches Ausmaß dreiste Hackerangriffe in deutschen Hotels haben können.
Der Kreativität und Vielfalt der digitalen Frontalangriffe  sind keine Grenzen gesetzt.
Mal getarnt als Schreiben der Hausbank und mal als harmloses Bewerberschreiben versuchen Kriminelle heutzutage an die sensiblen Daten von Hotels zu kommen.

In der vergangenen Woche öffnete eine Rezeptionsmitarbeiterin eine vermeintliche Bewerber-E-Mail. Neugierig auf das Konterfei des künftigen Kollegen, landete ein Doppelklick auf dem Anhang, der wie eine Bilddatei aussah. Dieser Leichtsinn, in Kombination mit einem unzureichenden Viren-Warnsystemen führte zu dramatischen Ergebnissen.

Ein Virus, welcher sich nun leicht auf dem Hotelserver einnisten konnte, legte die Hotelsoftware und somit auch das Buchungssystem für ganze drei Tage lahm. Wer nun genau auf welches Zimmer gebucht war und zu welchem Preis war in dieser Zeit nicht ersichtlich, was zu vielen verärgerten Gästen führte. Mitarbeiter des Hotels haben in stundenlanger Arbeit Buchungsdaten eingepflegt und IT –Experten versucht, die Systeme wieder herzustellen.
Wie sich nun herausgestellt hat, wurde bei dem Hackerangriff das Active Directory irreparabel beschädigt und musste komplett neu aufgesetzt werden. Der direkt ermittelbare  Schaden beläuft sich in diesem Hotel auf 20.000 €; Mitarbeiterstunden nicht inbegriffen. Im schlimmsten Fall wird unser Hotelier sich noch mit belasteten Kreditkarten und somit entwendeten Kreditkartendaten auseinandersetzen müssen, welche erst nach Kreditkartenabrechnungen ersichtlich sind. Der Imageschaden wäre erheblich.
In der heutigen, digitalen Welt sind einfachste Tätigkeiten, wie Ein- oder Auschecken, Rechnungen erstellen oder Zimmertüren öffnen von Hard- und Software abhängig. Ist nun trotz aller Firewalls und Virenabwehrsysteme so ein Schädling auf Ihrem Server eingedrungen,  fallen oft hohe Kosten an. Im schlimmsten Fall könnte dies sogar einen kompletten, zeitweisen  Ausfall des Betriebs zur Folge haben.  

Hackerangriffe gelten über Ihre Hotel Sachwertversicherung nicht mitversichert.
Eine Cyberversicherung bietet Ihnen Abhilfe und Sicherheit.
Die Kosten für die IT-Experten oder Schadenersatzansprüche von Gästen werden von dieser Versicherung übernommen, wenn der Schaden durch Viren und Hackerangriffe entstanden ist.

Dienstag, 7. Juni 2016

„Wasser marsch“ im Hotelzimmer



 Eine kuriose Geschichte war kürzlich im Südkurier zu lesen. Ein vermutlich angetrunkener, aber reinlicher Gast schlief unter der Dusche ein. Unglücklicherweise saß er dabei auf dem Abfluss und flutete erst das Hotelzimmer und dann die darunterliegenden Räume.

Auch Martens & Prahl Hoga Protect kann von Schäden solcher Art berichten, denn   tatsächlich kommt es häufiger zu solchen oder ähnlichen Vorkommnissen. So werden beispielsweise Gäste auch schon mal ohnmächtig beim Duschen und erzeugten das gleiche Ergebnis.

Auch ein arabischer Gast, der mit dem deutschen Duschsystem nicht vertraut war, packte kurzentschlossen mitgebrachtes Werkzeug aus, um sich des kühlen Nasses aus der Dusche zu erfreuen. Sein Zimmer und das darunterliegende mussten einer umfangreichen Sanierung unterzogen werden und konnten lange nicht genutzt  werden. Des Weiteren musste das Inventar in Teilbereichen erneuert werden.

Wer kommt für den Schaden auf?

Als Hotelier fragen Sie sich, wie diese Fälle versicherungstechnisch zu bewerten sind. Die gute Nachricht ist:  Diese Fälle fallen in der Versicherungssprache unter das „bestimmungswidrig austretende Leitungswasser“ und sind im Rahmen der Gebäude-, Inhalts- und Betriebsunterbrechungs-Versicherung mitversichert.

Sollte in Ihrem Hotel also ein solcher Schaden eintreten, brauchen Sie sich um die wirtschaftliche Situation Ihres Gastes nicht zu sorgen. Ihr Ansprechpartner ist die eigene Sachversicherung, da dort eine Neuwertentschädigung zum Tragen kommt.

Sie können sich weiter um Ihre Gäste kümmern und Ihr Sach- Versicherer um  mögliche Regressforderungen gegenüber dem Haftpflichtversicherer des Verursachers. 


Montag, 30. Mai 2016

Schon vor der Hoteleröffnung kann ein Schadenfall zu Liquiditätsproblemen führen



Eine Pre-Opening-Versicherung minimiert das Risiko schließt erhebliche Deckungslücken.

Es ist alles vorbereitet. Der Hotelbau ist im Zeitplan, die Webseite produziert dank guter, kostenintensiver Werbestrategien die ersten Buchungen, die Einladungen zur Eröffnung sind versandt und die Künstler dafür gebucht.

In solchen Zeiten denkt niemand an einen Wasserschaden, welcher den Zeitplan komplett durcheinander wirft. Leider musste auch ein Hotelier von Martens & Prahl Hoga Protect sich mit den Folgen auseinander setzen.
Das komplette Erdgeschoss, in welchem schon teure Böden verlegt waren und das Untergeschoss wurden durch einen Rohrbruch geflutet. Die Folgen waren einmonatige Trocknungsarbeiten sowie aufwendige Folgearbeiten im fast fertigen Hotel. Die Eröffnung, welche mit hohem Werbebudget angekündigt wurde, musste um 8 Wochen verschoben werden. Der erwartete Umsatz konnte nicht erwirtschaftet werden.
Aber was passiert mit den schon vorhandenen Personalkosten, den Schäden am Inventar, den Aufwendungen gegenüber bereits eingebuchten Gästen, den Werbemaßnahmen, welche den Zweck verfehlen und dem Imageschaden? 

Unser Hotelier hatte Glück im Unglück. Dank der neuen Martens & Prahl Pre-Opening Versicherung hatte das Hotel schon vor der Eröffnung mit der optimalen Versicherung vorgesorgt. 

Unsere umfangreiche, bedarfsgerechte Versicherungslösung bietet Ihnen schon vor der Eröffnung Ihres Hotels Versicherungsschutz im Rahmen einer Betriebshaftpflicht, Inventar- sowie der Betriebsunterbrechungsversicherung unter anderem gegen die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruch- Diebstahl und Vandalismus an.

Während die üblichen Hotelversicherungen erst ab Eröffnung abgeschlossen werden, konzentriert sich diese Versicherung auf die kritische Zeit bis zur Eröffnung. 

Das hohe Risiko in der Voröffnungsphase wird häufig unterschätzt und weicht der verständlichen Vorfreude der Hoteliers. Die Kosten für die Verschiebung einer Hoteleröffnung können jedoch schnell im 6 stelligen Bereich landen und somit eine existenzgefährdende Belastung darstellen.

Daher unser Tipp für Hotelbauer: Budgetieren Sie eine Pre-Opening-Versicherung in Ihrem Pre-Opening Budget und genießen Sie schon vor der Eröffnung eine bedarfsgerechte Absicherung.
Mehr zum Thema Risikoabsicherung in der Voreröffnungsphase finden Sie hier:

Dienstag, 19. Januar 2016

Geld her oder es knallt!



Diese Worte hörte der Nachportier einer unserer Hotelkunden kürzlich morgens um 2.30 Uhr. Der maskierte Dieb betrat durch den Haupteingang das Hotel und forderte mit gezogener Waffe den Kassenbestand.

Der Hotelmitarbeiter machte alles richtig: Er gab keine Widerworte und leistete keine Gegenwehr. Er bewahrte Ruhe und übergab dem Dieb den gesamten Kassenbestand von 2.500 €. Der Täter flüchtete und konnte, trotz sofort alarmierter Polizei und Videoüberwachung, bis heute nicht gefasst werden.
Eine umfangreiche Hotel- Sachwertversicherung tritt in diesem Fall für Beschädigungen am Gebäude, die durch Diebstahl oder Raubüberfall entstehen ein, aber auch für beschädigte Inhaltsgegenstände und gestohlenes Bargeld. Zu beachten sind hier die unterschiedlichen Entschädigungsgrenzen für Bargeld in Geldschränken; aber auch unverschlossenes Bargeld sollte versichert gelten. Grundsätzlich sollten die Bargeldentschädigungsgrenzen immer den individuellen Bedürfnissen des Hotels angepasst werden.    
Unser benannter Raubüberfall ist zum Glück glimpflich abgelaufen. Niemand wurde verletzt, das gestohlene Bargeld wurde von der Versicherung erstattet. Wir erleben jedoch auch andere Fälle und auch die Medien sind prall gefüllt mit Nachrichten dieser Art. So passieren Raubüberfälle, bei welchem der Täter sich wohl durch Insiderinformationen nachts ins Gebäude einschleicht und nicht zu selten enden solche Vorfälle mit verletztem und geknebeltem Hotelpersonal. Raub und Einbruch- Diebstahl bleiben weiterhin eines der häufigsten Delikte überhaupt.
Aber nicht nur Bargeld oder verschlossener Schmuck sondern auch technische Geräte, wie Tablets, Laptops und Mobiltelefone gelten als gern gesehenes Diebesgut. Überprüfen Sie am besten zeitnah, ob auch hierfür über eine vorhandene Elektronikversicherung Versicherungsschutz besteht, denn einfacher Diebstahl solch technischer Geräte gilt nur über den Baustein Elektronik versichert.
Auch die DEHOGA Berlin hat sich umfangreich mit der Thematik beschäftigt und die folgenden Präventionsempfehlungen ausgearbeitet, welche Sie mit Ihren Mitarbeitern besprechen sollten:

  •  Die Rezeption sollte von der Straße gut einsehbar positioniert werden.  
  •  Ein- und Ausgänge sowie der Rezeptionsbereich sollte durch Kameras mit hoher Bildauflösung überwacht werden. Hinweisschilder sollten auf die Videoüberwachung hinweisen. Des Weiteren sollten  alle Zugänge in den Nachtstunden verschlossen sein.
  • Eine Überfallmeldeanlage für die Auslösung eines stillen Alarms an ein Wachunternehmen ist
    empfehlenswert.
  • Fenster im Unter- oder Erdgeschoss sollten gemäß DIN EN 1627 RC2 einbruchshemmend sein und während der publikumsschwachen Zeit verschlossen sein.
  • Ein gut ausgeleuchteter Rezeptionsbereich und geringe Bargeldbestände minimieren das Risiko.
  • Geldtransporte sollten zu wechselnden Zeiten durchgeführt werden.
  • Personen, die irgendwie vermummt wirken (Schal, Mütze oder Motorradhelme tragen) sind verdächtig. Alarmieren Sie lieber einmal zu viel die Polizei.
  • Alle Mitarbeiter sollten geschult und angewiesen werden, auf keinen Fall Gegenwehr zu leisten. Das Einprägen einer umfangreichen Täterbeschreibung wie Alter, Größe, Statur, Sprache, besondere körperliche Merkmale, Kleidung, Art der Waffe, aber auch der Fahrzeugtyp und die Fluchtrichtung unterstützen die Fahndung der Polizei.
  •  Da die Polizei den Unfallort unverändert vorfinden muss, ist nach einem Überfall der Geschäftsbetrieb umgehend einzustellen.

Das Martens und Prahl Hotelteam wünscht Ihnen, dass Sie diese Hinweise möglichst nie in der Realität benötigen.
Für Ihre Fragen oder eine unverbindliche Prüfung Ihres aktuellen Versicherungsschutzes sprechen Sie uns gerne an.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Den Mindestlohn kann man nicht outsourcen




Kennen Sie noch den alten Schlager „wenn Du denkst Du denkst, dann denkst Du nur Du denkst“ von Juliane Werding? Dieser Text fällt mir ein, wenn ich die Regeln zum Mindestlohn bei ausgelagerten Dienstleistern lese. Als Hotelier hofft man, dass der beauftragte Dienstleister alle Regeln zum Thema Mindestlohn einhält. Gut gedacht, aber leider oft falsch.

Stellen Sie sich vor, Sie haben das Housekeeping oder die Hotelwäsche an einen spezialisierten Dienstleister ausgelagert. Sie arbeiten also mit einem Subunternehmen zusammen.

Dieser externe Dienstleister  zahlt jedoch keinen  Mindestlohn und die Angestellte, die Ihre Zimmer seit Monaten gereinigt hat, klagt. Was viele nicht wissen: Grundsätzlich kann die Klage auch gegen den Hotelier gerichtet werden, weil davon auszugehen ist, dass dieser nicht ausreichend bezahlt, um den Mindestlohn zu finanzieren. Der Verdacht oder Vorwurf reicht aus, um  Stellung beziehen zu müssen. Es wird also ein Fachanwalt benötigt, der die Klage möglichst abwehrt.

Die von Martens & Prahl empfohlene Universal- Straf- Rechtsschutz- Versicherung, welche Hoteliers bei strafrechtlicher Verfolgung unterstützt, greift in diesen Fällen leider nicht.
Das Thema Universal- Straf- Rechtsschutz- Versicherung im Bereich Mindestlohn für eigene Mitarbeiter wurde  bereits in unserem Februar-Blog thematisiert.

Die Zusammenarbeit mit Sub- oder SubSubunternehmen stellt aus versicherungstechnischer Sicht eine Besonderheit dar. 
Lohnklagen, die ein Arbeitnehmer eines Sub- oder SubSubunternehmens aufgrund des Mindestlohngesetzes (MiLoG) gegen den eigenen Arbeitgeber durchführt, gelten nicht über die Universal-Straf-Rechtsschutz- Versicherung des Hoteliers abgesichert. Hier muss eine separate Absicherung her.

Die Lösung für diese indirekten Vertragsverhältnisse bietet ein neuer Baustein im Bereich der Kompakt- Rechtsschutz- Versicherung  MiLoG (Mindestlohngesetz)!

Das Martens& Prahl Hoga Protect Team berät Sie gerne.